ZUCHTORDNUNG des ERHC e. V.     

     

 

1.    Allgemeine Zuchtbestimmungen

 

Diese Zuchtordnung unterliegt dem jeweiligen international anerkannten FCI-Standard für die verschiedenen Hunderassen. Sie soll dazu beitragen, den Rassestandard der einzelnen Rassen zu erhalten und zu verbessern.

Zuchttiere, die bereits vor dem Inkrafttreten dieser Zuchtordnung im ERHC e.V. zuchttauglich geschrieben wurden, haben grundsätzlich Bestandsschutz!

 

Alle zur Zucht zugelassenen Hunde müssen unverwechselbar gekennzeichnet sein (durch Tätowierung oder Mikrochip), eine gültige Ahnentafel eines eingetragenen Rassehundeverbandes besitzen und wesensfest sein. Ahnentafeln anderer Verbände können nach eingehender Prüfung anerkannt werden.

 

Vor dem Deckakt muß der Hund durch einen Zuchtrichter zuchttauglich geschrieben werden. Dieses hat auf einer Zuchtschau des ERHC e.V. zu geschehen, und ist vom Zuchtrichter im Ahnenpass des Hundes oder auf einem Formblatt des ERHC e.V. mit Unterschrift und Stempel zu bestätigen.

Zuchtrichter und autorisierte Personen sind berechtigt, einen Hund außerhalb von Zuchtschauen auf Zuchttauglichkeit zu überprüfen und gegebenenfalls zuchttauglich zu schreiben.

Es ist nicht gestattet, eigene oder Hunde von in häuslicher Gemeinschaft lebenden Personen zuchttauglich zu schreiben.

 

Für einige Rassen sind zusätzlich zu den Anforderungen dieser Zuchtordnung spezielle Untersuchungen und Vorgaben erforderlich,

die als Anhang veröffentlicht werden.

Die Zucht mit blauen Hunden (sog. Bläulingen, Hunde mit verdünnter, aufgehellter Fellfarbe) ist nicht gestattet.


 

 

2.    Zuchtalter und Zuchtverwendung

 

a.        Kleinrassen können ab dem vollendeten 15. Lebensmonat zur Zucht eingesetzt werden.

 

b.         Großrassen ( über 45 cm Widerristhöhe ) können mit vollendetem 18. Lebensmonat zur Zucht verwendet werden.

Rüden:       ab 18 Monaten (Decktag) ohne Altersbegrenzung

Hündinnen: ab 18 Monaten (Belegtag) bis Ende des 7. Lebensjahres

In beiden Fällen (Groß- oder Kleinrasse) ist zu beachten, daß die Hündin ausreichend entwickelt und ausgewachsen ist.

 

c.         Eine Hündin darf dreimal in 2 Jahren belegt werden. Zieht sie jedoch mehr als 8 Welpen auf, muss die nächste Hitze ausgesetzt werden.

                Wird eine Hündin zum 3. Mal hintereinander belegt, erhält sie 1 Jahr Zuchtsperre, die in ihre Papiere eingetragen wird.

 

d.        Hündinnen scheiden mit vollendetem 7. Lebensjahr aus der Zucht aus.

           Eine Zuchtverlängerung, jeweils für 1 Jahr, ist bei gut veranlagten Hündinnen beim Zuchtbuchamt unter Vorlag eines tierärztlichen Gutachtens möglich.

           Diese Ausnahmeregelung gilt jeweils für ein Jahr.

 

e.         Nach vollendetem 7. Lebensjahr ist bei Rüden eine erneute spermatologische Untersuchung erforderlich.

 

f.         Spermaentnahme zur künstlichen Befruchtung ist erlaubt.

 

Bei allen Rassen über 45 cm Widerristhöhe (Maß nach Rassestandard) sind eine HD – und eine ED- Untersuchung Pflicht.


Das Mindestalter für alle Röntgenaufnahmen beträgt 12 Monate, außer für Patella.


       Bei Zahn- oder Rutenfehlern muss ein röntgenologischer Befund (mit Bild und Chipnummer) vorgelegt werden.


       Bei allen Rassen unter 45 cm Widerristhöhe (Maß nach Rassestandard) sind PL-Befunde (Patellaluxation) Pflicht (ab 10 Monaten) und je nach Rasse eine                    Augenuntersuchung. Bitte Anlagen zur Zuchtordnung beachten!

 

         Ausnahme der Shetland Sheepdog: Dieser muss auch eine HD-Untersuchung haben.

 

          Hunde mit PL-Grad 1 dürfen nur mit PL-Grad 0 verpaart werden!
        PL-Grad 2: Zuchtverbot

 

Die im ERHC e.V. gültige HD – Formel lautet:

 

HD- Grad 0 (A1 + A2)                                        für HD- frei, normal

HD- Grad 1 (B1 + B2)                                       für fast normal, Übergangsform, HD-Verdacht

HD- Grad 2 (C)                                                   für leichte HD: Zuchtverbot

HD- Grad 3 (D)                                                   für mittlere HD: Zuchtverbot

HD- Grad 4 (E)                                                   für schwere HD: Zuchtverbot

 

Die im ERHC e.V. gültige ED – Formel lautet:

 

HD- Grad 0                                                         für ED- frei

HD- Grad G                                                         für ED-Grenzfall

HD- Grad 1                                                         für leichte ED: Zuchtverbot

HD- Grad 2                                                         für mittlere ED: Zuchtverbot

HD- Grad 3                                                         für schwere ED: Zuchtverbot

 

 

            Die vom Röntgentierarzt mit Datum, Namen, Wurftag, Zuchtbuch- und Tätowier- oder Chipnummer des Hundes versehene Röntgenbilder werden zusammen

            mit der Originalahnentafel an das Zuchtbuchamt des ERHC e.V. oder an die Vereinsauswertungsstelle geschickt.

 

Die Befunde werden nach dortiger Auswertung vom Zuchtbuchamt in die Ahnentafel eingetragen.

 

Die Röntgenauswertung anderer Verbände kann anerkannt werden, wenn sie unter den gleichen Bedingungen durchgeführt wurde.

 

Die angefertigten Röntgenbilder gehen in Besitz und Eigentum des Vereins über, solange die Mitgliedschaft im Verein besteht.

 

Die HD-/ED – Bewertungen dürfen nur durch die vom ERHC e.V. benannten Auswertungsstellen durchgeführt werden.

 

Weist die Nachzucht aus 2 Würfen Fehler oder Mängel auf, so muss ein anderer Deckrüde verwendet werden.


Zuchttiere (Hündin und auch Rüde), die selbst bei unterschiedlichen Verpaarungen nachweislich Fehler im Rassestandard vererben,

scheiden aus der Zucht aus.

 

 

3.         Hinweise zum Decken

 

a.       Es dürfen nur gesunde und ungezieferfreie Tiere zum Decken geführt werden. Für Schäden, die durch Krankheiten oder Ungezieferbefall entstehen,

            haftet der jeweilige Hundebesitzer.

 

b.         Kurz vor dem ersten Deckakt eines Rüden ist eine spermatologische Untersuchung erforderlich.

Bleibt eine Hündin nach dem 2. Belegen durch denselben Rüden leer, ist eine erneute Untersuchung erforderlich.

 

c.         Beim Leerbleiben der Hündin steht dem Besitzer ein weiterer Deckakt des Rüden mit der gleichen Hündin bei der nächsten Hitze zu. Dieser Deckakt ist kostenlos.

 

d.            Der Deckakt muss mittels Deckschein innerhalb einer Woche nach dem Belegen dem Zuchtbuchamt gemeldet werden.

 

 

4.         Zuchtverfahren

 

Reinzucht:        Paarung von Hunden gleicher Rasse

Engste Inzucht (Inzestzucht): Paarung zwischen Eltern und Kindern, Großeltern und Enkel

                                                                    oder zwischen Geschwistern, also Verwandten 1. und 2. Grades ist grundsätzlich verboten.

Anträge auf Ausnahmen sind schriftlich, mit Begründung, an den Hauptzuchtwart zu richten.

Enge Inzucht :  Paarung zwischen Neffe und Tante, Nichte und Onkel, Vetter und Base,

also Verwandten 3. und 4. Grades, kann ohne Genehmigung durchgeführt werden; sollte aber nur von erfahrenen, bzw. informierten

Züchtern angewandt werden. Eine vorherige Rücksprache mit dem Hauptzuchtwart ist vorzunehmen.

Weite Inzucht:   Paarung von Verwandten 5. Grades

Zwischenzucht: Zuführung fremden Blutes in eine Inzuchtlinie

Fremdzucht:     Paarung von Tieren gleicher Rasse, die nicht verwandt sind und welche keine Rücksicht auf die Blutführung nimmt,                                          sondern lediglich auf äußere Merkmale und Eigenschaften aufbaut.

 

 

5.         Zuchtrecht

 

a)       Um das Zuchtrecht in Anspruch nehmen zu können, ist die Mitgliedschaft im ERHC e.V. Voraussetzung.

Vor dem ersten Belegen einer Hündin muß ein Zwingername beim Zuchtbuchamt beantragt werden,

der vom ERHC geschützt wird.

b)       Jeder Züchter muß über genügend kynologisches Wissen verfügen. Er muß mindestens

jährlich an einem Züchterseminar vom ERHC e.V. oder an einem vom Dachverband oder an den von

Pedigree angebotenen Seminaren teilgenommen haben.

c)       Er muss die betreffenden Passagen des Tierschutzgesetzes und der Hundehaltungsvorschriften kennen.

d)   Es muss nach dem international gültigen Rassestandard für jeweilige Rasse gezüchtet werden.

e)     Es darf nur mit gesunden, wesensfesten Hunden unter Beachtung des Tierschutzgesetzes gezüchtet

         werden.

               Neben einer artgerechten, sauberen Unterbringung und sorgfältiger Pflege ist ein aus-

               reichender Freiauslauf gesetzlich vorgeschrieben. Bei Zwingerhaltung ist die vorgeschriebene Mindestgröße

einzuhalten und genügend Zeit für eine menschliche Zuwendung und Betreuung eine Grundvoraussetzung.

       f)      Um bei Zwingerhaltung eine optimale Kontrolle über die Zwingeranlage zu gewährleisten und

beste Voraussetzungen für die menschliche Betreuung zu schaffen, darf die Zucht, bzw. die Aufzucht der

Welpen und Junghunde nur in räumlicher Nähe zu betreuenden Menschen (das muss nicht nur der

Züchter selbst sein) betrieben werden.

g)       Die Zwingeranlage ist der Kontrolle des Hauptzuchtwartes unterstellt.

Sie kann von ihm oder von ihm beauftragten Personen ohne Anmeldung überprüft werden. Sollte der Zutritt verweigert werden, wird das Zuchtbuch des Züchters mit sofortiger Wirkung gesperrt. Die anfallenden Fahrtkosten werden vom Verein vergütet.

h)       Zuchtmiete ist erlaubt.

Sie muß unter Vorlegen eines Zuchtmietvertrages beim Hauptzuchtwart beantragt werden. Eine Zuchtmiete liegt dann vor, wenn ein Hündinneneigentümer seine Hündin einem anderen ERHC - Züchter zu Zuchtzwecken überlässt. Der Mieter hat die gleichen Bedingungen wie jeder Züchter zu erfüllen. Die Welpen

erhalten den Zwingernamen des Züchters, in dessen Besitz sie sich zum Zeitpunkt des Belegens befand.

Wird eine tragende Hündin verkauft, geht das Züchterrecht auf den Käufer über. Eine trächtige Hündin darf nicht weitervermietet werden, falls dadurch ein Standortwechsel stattfinden muß.

i)         Der Zuchtmietvertrag muß folgende Angaben enthalten:

Datum des Abschlusses, Name des Hündinnenbesitzers, Name des Mieters, Name und Zuchtbuchnummer der Hündin, Tag der Übergabe an den Mieter, Dauer der Mietzeit, Entgelt für die Vermietung, Vereinbarung über bestimmte Deckrüden.

j)      Jeder Züchter und jeder Deckrüdenbesitzer ist verpflichtet, ein ordentlich und vollständig geführtes

Zwingerbuch/Deckbuch zu führen, in dem alle Würfe / Deckakte aufgeführt sind.

 

 

6.         Zuchtwert

 

Zuchtklasse I :  Darin werden Hunde aufgenommen, die

a)  eine Zuchtbewertung V - Auslese oder V erhielten

b)  eine HD - Bewertung A - normal oder A - fast normal aufweisen

Zuchtklasse II :  Darin werden Hunde aufgenommen, die

a)  eine Zuchtbewertung SG oder G erhielten

b)  leichte Fehler in der Anatomie aufweisen

c)  in ihrer Größe nicht dem Standard entsprechen

d)  nach dem Zahnschema geringe Zahnfehler aufweisen

 

 

7.         Zahnfehlerbeurteilung für die Zuchttauglichkeitsprüfung

 

Körklasse I :     V - Auslese:                 Einwandfreies, lückenloses Gebiß,

                                                                       keine lückenhafte Zahnstellung,

                                                                       keine doppelten Zähne

                                   Vorzüglich:                   Einwandfreies, lückenloses Gebiß,

                                                                       doppelte Prämolare 1 möglich

 

Körklasse II:     Sehr Gut:                     Bei Fehlen von:

                                                                       1 mal Prämolar 1 oder

                                                                       1 Schneidezahn;

                                                                       geringfügiges Aufbeißen

                                   Gut:                                Bei Fehlen von:

                                                                                  2 mal Prämolar 1 oder

                                                                       1 mal Prämolar 1 und 1 Schneidezahn oder

                                                                       1 mal Prämolar 2;

                                                                       geringfügiges Aufbeißen

 

             Nicht körfähig:             Gut:                             Bei Fehlen von:

                                                                       1 mal Prämolar 3 oder

                                                                       2 Schneidezähne oder

                                                                       1 mal Prämolar 2 und 1 Schneidezahn oder

                                                                       1 mal Prämolar 2 und 1 Prämolar 1 oder

                                                                       2 mal Prämolar 2

                                                                       Kariöses Gebiß,

                       Eindeutiger Vor- oder Überbiss (Abstand der Schneidezähne

des Oberkiefers zu denen des Unterkiefers Streichholzstärke

oder größer)

 

 

8.         Wurfmeldung und -abnahme

 

a.                   Wurfabnahmen werden grundsätzlich durch einen Zuchtwart des ERHC e.V. oder in Ausnahmefällen nach Rücksprache durch den betreuenden Tierarzt vorgenommen. Der Züchter hat den erfolgten Wurf spätestens 1 Woche nach der Geburt mittels des 1. Wurfmeldescheins schriftlich dem Zuchtbuchamt mitzuteilen.

b.            Jeder Wurf ist vom Zuchtwart oder Tierarzt innerhalb von 8 Tagen zu besichtigen.

Der Wurfmeldeschein Teil 1 ist vom Zuchtwart oder Tierarzt zu unterschreiben und vom Züchter dem Zuchtbuchamt vorzulegen.

c.         Sind bis zur Endabnahme nach Vollendung der 7. Lebenswoche Welpen verstorben,

                        sind diese auf dem Wurfmeldeschein Teil 2 durchzustreichen und dieser dann wiederum vom

Zuchtwart oder Tierarzt unterzeichnet an das Zuchtbuchamt zu senden. Darin sind vom Züchter die Welpennamen in alphabetischer Reihenfolge, getrennt für Rüden und Hündinnen, anzugeben.

d.         Die Wurfabnahme durch in häuslicher Gemeinschaft lebender, oder verwandter Personen ist unzulässig.

Die Wurfabnahme erfolgt in der Zuchtstätte.

e.         Bei der Wurfabnahme sind das Muttertier und die Welpen zu begutachten.

Auffälligkeiten und erkennbare Mängel sind im Wurfmeldeschein festzuhalten und dem Züchter mitzuteilen.

f.                     Die Namen der Welpen beginnen beim 1. Wurf des Züchters, nicht der Hündin, mit „ A „,

der nächste mit „ B „ usw.

g.         Die 1. Wurfbesichtigung findet innerhalb der ersten Lebenswoche statt. Die 2. Wurfabnahme mit Tätowierung oder Chippen im Alter von 7 Wochen.

h.         Ein Entfernen aus dem Wurf oder Abgabe der Welpen vor der Wurfabnahme und vollendeten

8. Lebenswoche ist verboten.

i.          Wurfmeldescheine und Deckschein sind gut leserlich und vollständig auszufüllen und zu unterschreiben. Unleserliche Wurfmeldescheine und solche bei denen Unterschriften fehlen, werden nicht bearbeitet.

j.          Zur Beantragung der Ahnentafeln sind die Original-Ahnentafel der Hündin und die des Vaters in Kopie, der Deckschein sowie die beiden Wurfmeldescheine dem Zuchtbuchamt zuzuführen.

 

 

9.         Wurfstärke

 

Eine Begrenzung der Wurfstärke ist laut Tierschutzgesetz § 17 Nr. 1 gesetzwidrig. Bei großen Würfen ist nach Bedarf rechtzeitig zuzufüttern oder eine Amme hinzuzuziehen.

 

 

 

10.      Kennzeichnung der Welpen

 

Vor dem Verkauf der Welpen müssen diese in der 8. Lebenswoche im rechten Ohr mit der vom Zuchtbuchamt vergebenen Tätowiernummer gekennzeichnet werden oder mit einem Mikrochip versehen werden (jeweilige Landeshundeverordnung beachten!).

 

 

11.      Abgabe der Welpen

 

Die Welpen dürfen frühestens nach Vollendung der 8. Lebenswoche abgegeben werden,

Kleinstrassen jedoch nicht vor Vollendung der 10. Woche.

Sie müssen gechipt, geimpft und regelmäßig entwurmt worden sein.

Jeder Züchter ist für den einwandfreien gesundheitlichen Zustand seiner Welpen verantwortlich. Sollte er Welpen abgeben, die zum Zeitpunkt der Übergabe einen gesundheitlichen oder körperlichen Mangel aufweisen, hat er das dem Käufer mitzuteilen und dieses im Kaufvertrag / Übergabepapier schriftlich fest zu halten.

Als Mängel gelten z.B. Nabelbruch, Fehlzeichnungen, rassebedingte Fehlstellungen des Gebisses, Knickrute, Entropium, Ektropium, Kryptorchismus, Monorchismus, Anorchismus, etc.

 

 

12.             Ahnentafeln

 

a)  Ahnentafeln werden von der Zuchtbuchstelle nach Eintragung der Welpen ins Zuchtbuch angefertigt und an den Züchter gesandt.

 

b)  Für Schäferhunde werden folgende Ahnentafeln angefertigt:

 

                   DSH - Ahnentafeln, wenn DSH mit DSH gepaart wird

                LSH - Ahnentafeln, wenn LSH mit LSH gepaart wird

                ASH - Ahnentafeln erste Generation, wenn LSH mit ASH - Hochzucht gepaart wird

                   ASH - Ahnentafeln zweite Generation, Paarung von ASH 1.Gen. mit ASH - Hochzucht

                ASH - Ahnentafeln dritte Generation, Paarung von ASH 2. Gen. mit ASH - Hochzucht

                ASH - Hochzucht - Ahnentafeln, Paarung von ASH 3. Gen. mit ASH - Hochzucht

                                                        (für Welpen bei den alle 4 Generationen nur langstockhaarige Vorfahren aufweisen)

                   Sieger - Hochzucht - Ahnentafeln für Welpen mit ASH - Hochzucht - Ahnentafeln, die väter- und mütterlicherseits jeweils mindestens 3 Siegertitel

                                                        aufweisen (Bundes-, Europa- oder Weltsieger)

                Siegerzucht - Ahnentafeln für DSH- und LSH-Welpen und für ASH-Welpen (1. – 3. Gen.) die väter- und mütterlicherseits jeweils mindestens

                                                         3 Siegertitel aufweisen

 

                      Bei den Altdeutschen Schäferhunden besteht das Ziel in der Verbindung von ASH -Hochzucht mit ASH – Hochzucht.

                      LSH – Ahnentafeln: wenn beide Eltern stockhaarig sind, der Nachkomme jedoch lang-stockhaarig ist

                ASH – Ahnentafel erste Generation:   wenn beide Eltern langstockhaarig sind

                ASH – Ahnentafel zweite Generation: wenn beide Eltern und die 4 Großelternlangstockhaarig sind

                ASH – Ahnentafel dritte Generation:   wenn beide Eltern, die 4 Großeltern und alle 8 Urgroßeltern langstockhaarig sind

                ASH – Hochzucht – Ahnentafeln:    wenn alle 4 Generationen langstockhaarig sind

                (Eltern, Großeltern, Ur- und Ur-Urgroßeltern)

 

c)  Bei der Verpaarung zwischen den ASH - Generationen untereinander erhalten die Welpen die Ahnentafeln des Elternteils mit der

     jeweiligen untersten Stufe der  ASH-Ahnentafeln.

 

d)  Welpen aus Verbindungen zwischen DSH und LSH gelten als nicht reinerbig in Bezug auf die Haarart und bekommen DSH-,

     bzw. LSH - Ahnentafeln mit dem Vermerk: nicht reinerbig.

 

e)  Welpen aus einem Wurf, dessen Eltern am Belegtag nicht im Zulassungsalter stehen, erhalten normale Ahnentafeln.

     Die Mutter erhält 1 Jahr Zuchtsperre, welche in ihre Papiere eingetragen wird.

 

f)    Welpen, die morphologische Mängel aufweisen, erhalten Ahnentafeln mit dem Vermerk:

                 Zur Zucht nicht zugelassen wegen…

 

 

13.       DNA-Verfahren

 

Abstammungsuntersuchungen der Zuchthunde und deren Welpen sind ab 01.01.2005 für alle Züchter und Deckrüdenbesitzer vorgeschrieben. Die Kosten der Probennahme sowie deren Versand trägt der Beauftragende.

Der jeweilige Tierarzt oder Zuchtwart entnimmt entweder Blut- oder Speichelproben (oder Haare) und schickt diese mit dem Antragsformular (vom Züchter beim Hauptzuchtwart zu beziehen) an folgende Adresse:

Die Anschrift des Labors für die Einlagerung und Weiterverwendung:

PD Dr. Ina Pfeiffer / Genocanin

Universität Kassel, Institut für Biologie

Heinrich-Plett-Straße 40

D - 34109 Kassel (Germany)

 

 

Diese Zuchtordnung wurde zum Schutz der Rassehunde geschaffen.

 

Alle Mitglieder des ERHC e.V. sind an diese Zuchtordnung gebunden.

Sie haben sich durch ihre Unterschrift auf dem Aufnahmeantrag verpflichtet, die Satzung und die Ordnungen sowie das Tierschutzgesetz in der jeweils gültigen Fassung genauestens einzuhalten.

Hauptzuchtwart, Vorsitzende, Zuchtrichter, Körmeister sowie Zuchtwarte des ERHC e.V. sind gehalten, die Einhaltung dieser Anweisungen zu überwachen.

Verstöße werden mit schriftlicher Verwarnung, vorübergehender (ca. 1 bis 2 Jahre) oder dauernder Zuchtsperre oder Ausschluss aus dem ERHC e.V. geahndet.

 

 

Diese Zuchtordnung tritt mit ihrer Veröffentlichung in Kraft.

 

 

© ERHC e.V., 15. August 2011

Anlage zur Zuchtordnung

Rassespezifische Untersuchungen,

zusätzlich zu denen, die in der obigen Zuchtordnung vorgeschrieben sind:



Appenzeller Sennenhund

Erforderliche Untersuchungen:

Negativer Befund auf Ektopischen Ureter.

Es handelt sich um eine angeborene Anomalie, bei der ein oder beide Harnleiter nicht normal in der Harnblase münden.

Bei ektopischen Ureteren ist nach dem momentanen Kenntnisstand von einem Gendefekt auszugehen, der unter §11b des Tierschutzgesetzes fällt.

Australian Shepherd

Erforderliche Untersuchungen:

Augenuntersuchung bei Zuchttieren jährlich

MDR -1 Gentest

(Zulässige Befunde sind +/+ (genetisch frei) und +/- (Träger).

Ein Zuchttier mit dem Befund +/- (Träger) darf nur mit einem

genetisch freien (+/+) Hund verpaart werden.)

Die Welpen sind ab der 6. Woche auf Augenerkrankungen zu untersuchen.

 

Zuchtausschließend sind folgende Erkrankungen:

genetisch bedingte Augenerkrankungen: PRA, Katarakt, Iris-Colombom, CEA, PPM Iris zu Linse,

Iris zu Cornea und Iris und Vorderkammer (nur wenn bei Untersuchung > 6 Monate nochmals

diagnostiziert), Retina Dysplasie

Epilepsie

Ernsthafte Allergien

Herzfehler

Patella-Luxation

Knickrute

Hunde mit Missbildungen

Hunde mit mehr als 2 fehlenden Zähnen

Wesensschwäche wie Scheuheit, Ängstlichkeit oder Aggressivität

Cavalier-King-Charles-Spaniel

Erforderliche Untersuchungen:

Herzultraschalluntersuchung auf MVD

Hierbei handelt es sich um eine „Undichtigkeit“ der Herzklappe zwischen linkem Vorhof

und linker Herzkammer.

Syringomyelie (SM) & Arnold Chiari Maldeformation (CM)

Hunde mit neurologischen Auffälligkeiten sind von der Zucht auszuschließen.

Chihuahua

Erforderliche Untersuchungen:

Syringomyelie (SM) & Arnold Chiari Maldeformation (CM)

Hunde mit neurologischen Auffälligkeiten sind von der Zucht auszuschließen.

Grad 1  keine Keilwirbel

Grad 2  1 - 3 Keilwirbel

Grad 3  4 – 6 Keilwirbel  Zuchteinschränkung, nur mit Grad 1 zu verpaaren

Grad 4  ausgeprägte Keilwirbel am Übergang Brust- / Lendenwirbelsäulenbereich -Zuchtverbot-

Grad 5  6 und mehr Keilwirbel  -Zuchtverbot-

Untersuchung auf Patella Luxation (ab 12 Monate)

Entropium

Ektropium

Ultraschalluntersuchung des Herzens

Dalmatiner

Erforderliche Untersuchungen:

Audiometrische Untersuchung (Hörtest)


 

Deutscher Boxer  

Erforderliche Untersuchungen:

Kardiologischer Untersuchungsbefund  (Farbdoppler - Ultraschall)

Herz Grad 1    - darf nur mit Herz Grad 0 verpaart werden.

Herz Grad 2    - Zuchtverbot

Dobermann

Erforderliche Untersuchungen:

Kardiologischer Untersuchungsbefund  (Farbdoppler - Ultraschall)

Herz Grad 1    - darf nur mit Herz Grad 0 verpaart werden.

Herz Grad 2    - Zuchtverbot

Empfohlen wird auch ein 24 Stunden-EKG auf freiwilliger Basis.

Zuchtverbot für Tiere mit blaugrauer Farbaufhellung, da in ihrer Nachkommenschaft Tiere mit Farbaufhellung und Disposition zu Hautentzündungen auftreten können und dies zu Schmerzen und Leiden führen kann.

Bei phänotypisch blauen Hunden muss dringend ein Gentest durchgeführt werden, damit die Festlegung derReinerbigkeit

ausgeschlossen werden kann.




Entlebucher Sennenhund

Erforderliche Untersuchungen:

Negativer Befund auf Ektopischen Ureter.

Es handelt sich um eine angeborene Anomalie, bei der ein oder beide Harnleiter nicht normal in der Harnblase münden.

(PRA) Progressive Retina Atrophie (Augenkrankheit, Erbkrankheit)

Französische Bulldogge

Erforderliche Untersuchungen:

Röntgen auf Keilwirbel (ab 12 Monate)

(PRA) Progressive Retina Atrophie (Augenkrankheit, Erbkrankheit)

Germanischer Bärenhund

Erforderliche Untersuchungen:

Entropium

Ektropium

Großer Schweizer Sennenhund

Erforderliche Untersuchungen:

(OCD) Befund der Schulter

Erforderliche Untersuchungen:

  1. (HC)   postpolare Katarakt

(PRA) Progressive Retina Atrophie (Augenkrankheit, Erbkrankheit) *

  1. (RD)   totale Retinadysplasie

                 (alle Untersuchungen Opthalmoskopisch)

* PRA:

Wenn per Gen-Test nachwiesen ist, dass beide Elterntiere PRA-frei (N/N) sind, muss dieser Test bei den Nachkommen nicht durchgeführt werden = PRA-frei durch Eltern.

PRA- prcd ist eine Genmutation, die die normale Form von PRA nicht ausschließt.

Dieser Gentest ist nicht erforderlich.

Empfohlene Untersuchung auf:

Entropium

Ektropium

Irish Red Setter

Erforderliche Untersuchungen:

CLAD  Canine Leukozypten Adhäsionsdefizienz (Immunerkrankung, Erbkrankheit)

Empfohlene Untersuchung auf:

Katarakt = Grauer Star (Augenkrankheit, Erbkrankheit) 

(PRA) Progressive Retina Atrophie (Augenkrankheit, Erbkrankheit)

Malteser

Syringomyelie (SM) & Arnold Chiari Maldeformation (CM)

Hunde mit neurologischen Auffälligkeiten sind von der Zucht auszuschließen.

Pudel (Zwerg)

(Ab 05.05.2011)

Syringomyelie (SM) & Arnold Chiari Maldeformation (CM)

Hunde mit neurologischen Auffälligkeiten sind von der Zucht auszuschließen.

Retriever Allgemein

(Golden Retriever, Labrador Retriever, Flat Coated Retriever, Nova-Scotia-Duck-Tolling Retriever, Chesapeake-Bay-Retriever, Curly-Coated Retriever)

Die dem Defekt zugrunde liegende Mutation im DNM1-Gen kann mittels eines DNA-Test nachgewiesen werden. Durch den Gentest kann man zu (fast) 100 % eine Erkrankung der Nachkommen ausschließen.

Der Ausschluss der "affected"-Hunde begründet sich darin, dass die Krankheit oft unter Stress ausbricht. Ein Deckrüde und eine Zuchthündin sind erhöhtem Stress (Deckakt, Trächtigkeit, Geburt) ausgesetzt.

Flat Coated Retriever

Empfohlene Untersuchung auf:

Patella Luxation (PL)

Goniodysplasie (total dysplastischer Kammerwinkel) oder primäres Glaukom

Sheltie (Shetland Sheepdog)

Erforderliche Untersuchungen:

HD-Röntgenuntersuchung

Patella Luxation (PL)

Untersuchung auf Distichiasis (Mindestalter 12 Monate)

Augenuntersuchung bei Zuchttieren jährlich (CEA, PRA, Kat)

CEA-Gentest bei Zuchthunden wird anerkannt.

Ein mit CEA, PRA und/oder Kat. leicht befallener Zuchthund soll mit einem freien Partner verpaart werden.

MDR -1 Gentest:

(Zulässige Befunde sind +/+ (genetisch frei) und +/- (Träger).

Ein Zuchttier mit dem Befund +/- (Träger) darf nur mit einem

genetisch freien (+/+) Hund verpaart werden.)

Die Welpen sind ab der 6. Woche auf Augenerkrankungen zu untersuchen.

 

Zuchtausschließend sind folgende Erkrankungen:

genetisch bedingte Augenerkrankungen: mittlere und schwere CEA und/oder PRA

Katarakt

Patella-Luxation

Knickrute

Hunde mit Missbildungen

Hunde mit mehr als 2 fehlenden Zähnen

Wesensschwäche wie Scheuheit, Ängstlichkeit oder Aggressivität

Es darf keine Verpaarung zwischen blue merle x blue merle, sowie zobel x blue merle und zobel merle x blue merle oder x zobel merle stattfinden.

Es darf mit einem Hund aus solcher Verpaarung NICHT gezüchtet werden.

Anerkannte Farben sind: zobel in allen Schattierungen, tricolor, blue merle, schwarz/weiß, bi-blue und colourheaded white.


Weisser Schäferhund:

Erforderliche Untersuchungen:

Untersuchung auf HD und ED

PRA-Gentest

MDR1-Gentest

Zwergpinscher:

Erforderliche Untersuchungen:

Untersuchung auf Patella-Luxation (PL)

Auskultatorische Herzuntersuchung: 

Herz Grad 1    - darf nur mit Herz Grad 0 verpaart werden.

Herz Grad 2    - Zuchtverbot





                                                           Wird fortgesetzt!